Seewärme für Kressbronn?

Karl Bentele

19:48

Die Energiewende ist zwischenzeitlich allgegenwärtiges Thema und für uns alle von besonderer Wichtigkeit. Dies schlägt sich auch in der für die Gemeinden nun  vorgeschriebenen Wärmeplanung nieder und in anstehenden Entscheidungen zu betriebenen Blockheizkraftwerken. Zu Letzterem hat die Gemeinde Kressbronn im Sommer diesen Jahres 2023 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die nur für diese Studie allein Einiges über 150.000 € kosten wird. Vermehrt kommen aus den Bodenseeanrainergebieten in der Schweiz, in Österreich aber auch in Deutschland Meldungen, dass die Nutzung der Seewärme des Bodensees für die Wärmeversorgung gute Zukunftschancen hat. Die Planungen und Entwicklungen sind zum Teil schon vorgeschritten. Das Graf-Zeppelin-Haus wird seit Jahren erfolgreich über eine Seewärmeanlage beheizt.

Die Kressbronner  CDU-Fraktion hat in der Novembersitzung nachgefragt, ob es Überlegungen zur Nutzung der Seewärme für Kressbronn geben wird. Insbesondere galt die Nachfrage auch bezogen auf die beauftragte Machbarkeitsstudie zum Blockheizkraftwerk. Die Auskunft der Gemeindeverwaltung und des Energiemanagers ist dazu nicht befriedigend. Man habe bei den Ingenieuren der beauftragten Beraterfirma, bei sonstigen Sachverständigen und der Gemeinde Langenargen (die Planungen insoweit schon konkretisiert) nachgefragt und komme zum Ergebnis, dass die Frage der Seewärme für Kressbronn kein aktuelles Thema sein wird. Nur mittel- bis langfristig könne dies interessant werden. Dabei könnte man meinen, dass eine aktuelle Machbarkeitsstudie zumindest auch fundiert dieses Thema schon mit aufarbeiten sollte. Wird hier eine Chance vergeben? Die CDU-Fraktion wird dies nicht ohne Weiteres hinnehmen.